Franziskanerkloster Dorsten
Abgesehen von zwei kurzzeitigen Zwangsauflösungen im 30-jährigen Krieg und im Kulturkampf, sind die Franziskaner seit 1488 in Dorsten und zwar an dem Platz, wo auch heute Kloster und Kirche stehen.
Im Jahre 1642 errichteten sie zusammen mit der Stadt Dorsten auf ihrem Klostergelände das Gymnasium Petrinum, das 1902 außerhalb des Klosterbereichs im Stadtgebiet neu eröffnet wurde. Ein Jahr später, 1903, wurde ein Teil der Ordenshochschule (Philosophie und Fundamentaltheologie) unserer Provinz nach Dorsten verlegt. Das blieb so bis zur Zerstörung des Klosters und der Kirche am Ende des 2. Weltkrieges.
Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Kirche an der gleichen Stelle und das ehemalige Gebäude des Gymnasiums als Kloster wieder aufgebaut. Die Hälfte des Grundstücks wurde 1977 an Woolworth verkauft, auf dem verbleibenden Grundstück das jetzige Kloster und die Klosterkirche neu errichtet.
Wie die Gesamtbevölkerung unseres Landes sind auch die Ordensgemeinschaften von dem Problem der Überalterung betroffen. So ist seit einigen Jahren in unserer Ordenprovinz das Kloster in Dorsten vornehmlich als Bleibe für Senioren gedacht, ein Haus, in dem Ordensangehörige wohnen, die aufgrund des Alters aus dem aktiven Dienst ausgeschieden sind, aber dennoch viele und vielseitige seelsorgliche Aufgaben übernehmen.
Zu den seelsorglichen und häuslichen Aufgaben der Brüder zählen:
- in der Klosterkirche die Werktagsmessen um 10.00 Uhr und die Sonn- und Feiertagsmessen um 8.30 Uhr
- die Werktagsmessen im Krankenhaus
- die Werktagsmessen im Ursulinen-kloster
- die Vorabendmesse im Seniorenheim St. Anna.
- die Sonn- und Feiertagsmessen und die Abendmesse am Mittwoch im Karmelkloster, Lembeck
- die Beichtgelegenheiten an den Werktagen von 10.30 – 12.00 Uhr
- die 24-stündige tägliche Bereitschaft zur Spendung der Krankensalbung im Krankenhaus
- die regelmäßigen geistlichen Vorträge für die Ordensschwestern in den umliegenden Klöstern
- die geistliche Begleitung der ehrenamtlichen Mitarbeiter beim Besuchsdienst im Krankenhaus
- die anfallenden häuslichen Dienste in und um das Kloster.
Dazu kommen – wie in früheren Jahren – nicht wenige seelsorgliche Aushilfsdienste an Sonn- und Werktagen in den Pfarreien, die Übernahme von Sondergottesdiensten wie Trauungen und Beerdigungen und anderes mehr.
Wir Franziskaner fühlen uns der Stadt Dorsten und ihren Bewohnern verbunden und hoffen, noch lange unseren Dienst hier tun zu können.
Brüder
Im Konvent Dorsten leben derzeit:
Urban Hachmeier, Guardian
Arnold Hoheisel, Vikar
Bonifatius Herzner
Franz Josef Mohn
Dieter Sommer
Reinhold Dragon
Norbert Klapheck
Herbert Bollmann
Kontaktmöglichkeiten
Franziskanerkloster St. Anna
Lippestr. 5
46282 Dorsten
Tel.: 02362 / 95 28-0
Fax: 02362 / 95 28-222

