
Der Weg in den Orden ist mit der Ewigen Profess abgeschlossen. Bei einem feierlichen Gottesdienst legt der Bruder im Kreis der Mitbrüder seine Hände in die des Provinzialministers und spricht:
"Ich gelobe vor Gott, unserem heiligen und allmächtigen Vater, für die ganze Zeit meines Lebens in Gehorsam, ohne Eigentum und in Keuschheit zu leben, um so zur Vollkommenheit der Liebe zu gelangen im Dienste Gottes, der Kirche und der Menschen".
Provozierende Attribute sind das schon, diese Inhalte.
Was heisst schon arm, heute in unserer westlichen Wohlstandsgesellschaft? Und mit "Gehorsam-Sein" verbinden viele ziemlich ungute Gefühle und die Erinnerung an fragwürdige Ausformungen. Ebenso wird heute die Frage nach "keuschem", sprich ehelosem Leben vielfach diskutiert.
Und doch bekennt sich jeder Ordenschrist zur unmittelbaren Nachfolge Jesu.
Wir Brüder tun dies öffentlich und in aller Freiwilligkeit, indem wir uns in besonderem Masse der Nachfolge Christi und der Verwirklichung des Reiches Gottes weihen. Der Öffentlichkeitscharakter ist wesentlich.
Was jeden Christen betroffen machen muss, wird vom Ordenschristen sichtbar gemacht. Doch ist auch die Ewige Profess selbstverständlich nur eine Etappe:
Das JA zu Gott, zu den Mitmenschen und zu den Mitbrüdern - letztendlich zur gesamten Schöpfung - will Tag für Tag wiederholt und eingelöst werden.
Auch der Ausbildungsweg ist nicht zu Ende. Jeder von uns Brüdern ist gehalten, sich kontinuierlich fortzubilden.


