Gemeinschaft der Franziskaner
Heute wohnen acht Franziskaner im Kloster Dorsten. Sie sind keine ‚Singels‘, die zufällig in diesem Haus ein Zimmer gefunden haben, im Übrigen aber nebeneinander und nicht miteinander leben. Sie sind, wie das Wort sagt, eine Ordensgemeinschaft. Die Gemeinschaft bestimmt wesentlich ihr Leben. Gemeinschaftlich nehmen sie ihre Mahlzeiten ein, gemeinschaftlich beraten sie Angelegenheiten des Hauses und der Kommunität, gemeinschaftlich verbringen sie Stunden der Erholung. Neben ihrem persönlichen Gebet kommen sie dreimal am Tage in der Hauskapelle zum gemeinsamen Gebet zusammen: morgens (Laudes), mittags (Terz/Sext/Non) und abends (Vesper). Im brüderlichen Miteinander und Füreinander sieht Franziskus die eigentliche Sendung seiner Bruderschaft und die wirksamste Predigt. Und dies trifft auch dann zu, vielleicht gerade dann, wenn sie nicht mehr im aktiven Leben stehen.
Bis vor einigen Jahren lebten in diesem Kloster noch zwei Franziskaner, die hauptamtlich tätig waren, der eine am Gymnasium, der andere im hiesigen Krankenhaus. Die acht Franziskaner, die heute im Konvent zu Dorsten leben - sechs Priester, zwei Nichtpriester - sind alle aufgrund ihres Alters aus dem aktiven Leben ausgeschieden. Zwei von den Priestern waren Gymnasiallehrer, zwei in der Pfarrseelsorge tätig, einer als Berufsschullehrer und später als Krankenhausseelsorger, einer hauptsächlich als Exerzitienleiter und jährlich für einige Monate zu Diensten im Heiligen Land, von den Nichtpriestern einer vorwiegend als Missionar auf Taiwan, der andere als Pförtner und Koch.
Unsere Aufgaben
Die Brüder in Dorsten sind zwar alle aus dem "aktiven Leben" ausgeschieden, sie sind aber keineswegs inaktiv. Viele seelsorgliche und andere Verpflichtungen fordern weiterhin ihren vollen Einsatz, trotz ihres Alters. Nur die wichtigsten Verpflichtungen seien hier aufgezeigt:
- in der Klosterkirche die Werktagsmessen um 10:00 Uhr und die Sonn- und Feiertagsmessen um 8:30 Uhr
- an jedem Werktag nach der 10:00 Uhr-Messe bis 12:00 Uhr die Beichtgelegenheit in der Kirche
- die Werktagsmessen, zuzüglich die Vorabendmesse im Krankenhaus
- die Vorabendmesse im Seniorenheim St. Anna.
- die Sonn- und Feiertagsmessen und die Abendmesse am Mittwoch im Karmelkloster, Lembeck
- die regelmäßigen geistlichen Vorträge für die Ordensschwestern in der näheren und weiteren Umgebung von Dorsten
- dazu kommen die vielen Aushilfen in den Pfarreien und die Übernahme von Sondergottesdiensten im Dekanat Dorsten und darüber hinaus.
Unerwähnt bleiben darf nicht der sozial-caritative Dienst. An allen Werktagen erhalten von 8:30 Uhr bis 9:30 Uhr 10 bis 15 Bedürftige und Nichtsesshafte an der Klosterpforte Speise. Zusätzlich bitten nicht wenige zu anderen Tageszeiten um eine Unterstützung. Für beide Aktionen werden wir dankenswerterweise unterstützt von der Bäckerei Imping mit Brot und regelmäßigen Geldspenden des ‚LC Dorsten Hanse‘ und von vielen anderen, die gelegentlich eine Spende für diesen Zweck an der Klosterpforte abgeben.
Darauf sind wir auch angewiesen; denn wir in Dorsten lebenden Franziskaner sind aus dem aktiven Arbeitsprozess ausgeschieden, haben somit als Ordensleute kein festen Einkünfte. Wir haben aber alle ein Leben lang für den Orden gearbeitet, der nun im Alter unsere Versicherung ist.
Pressestimmen
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