
Clara und Franziskus von Assisi sahen den Sinn ihres Lebens darin, in allem Gott zu suchen und zu finden. Von dieser Mitte her schöpften sie die Kraft, den Menschen und der Welt in der radikalen Weise des Evangeliums zu begegnen: liebevoll, solidarisch und gewaltfrei.
Auch für uns Franziskaner ist das Gebet darum die Grundlage unseres Lebens und unseres Tuns. Franziskus ermahnt uns, in allen unseren Beschäftigungen "den Geist des heiligen Gebetes und der Hingabe nicht aus(zu)löschen, dem das übrige Zeitliche dienen muss".
Die Quelle christlicher Meditation ist die Sehnsucht nach Gott
Ziel christlicher Meditation ist ein befreites Leben und der Versuch, dem persönlichen Wachstum Raum zu geben und die spirituellen Energien einfließen zu lassen in das tägliche Leben.
Daher achten wir darauf, dass die Übung der Meditation und des Gebetes in ihrer Vielfalt einhergeht mit der Arbeit an der geistigen, seelischen und leiblichen Gestalt des Menschen. Ziel ist ganzheitliches Heilwerden im Sinn der biblischen Botschaft.
Die Einübung geistlicher Lebenskultur hat auch gesellschaftliche Konsequenzen:
Sie zielt auf ein Zusammenleben, in dem die Grenzen von Herkunft und Nation, von Kultur und Geschlecht, von Religion und Weltanschauung aufgehoben werden.
Im Prozess der Humanisierung der Welt kommt dem Gebet und der spirituellen Bewusstseinsbildung eine entscheidende Kraft zu.
Wir laden interessierte und suchende Menschen ein, sich mit uns auf diesen ganzheitlichen Weg des Gebetes zu machen und ihrer eigenen Sinntiefe nachzuspüren. Bevorzugte Orte für diese Erfahrungen sind unsere Meditations- und Exerzitienhäuser und Geistliche Zentren.
Bildnachweis: Regina Maria Suchy

