
Als weltweite Bruderschaft, die in allen Kontinenten und fast allen Staaten der Erde präsent ist, verfügt der Franziskanerorden über ein dichtes internationales Korrespondentennetz aus einheimischen und meist aus Europa stammenden Franziskanern.
Diese hervorragende Ausgangslage zu nutzen und die Leser aus erster Hand zu informieren, ist das Anliegen der franziskanischen Missionszeitschriften. Neben Berichten über soziale und religiöse Projekte der Franziskaner finden sich hier fundierte Hintergrundinformationen über politische, soziale, religiöse, kulturelle, wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen sowie Nachrichten über die Menschenrechtslage in den Ländern des Südens. Somit bieten die Missionszeitschriften nicht nur den religiös orientierten, sondern auch den an der "Einen Welt" interessierten Lesern Einblicke, die sie auf dem allgemeinen Medienmarkt sonst nur selten erhalten können.
Mit den Augen der Armen
Grundsätzlich gilt, dass die Missionszeitschriften versuchen, einen anderen Blickwinkel einzunehmen, als wir es gewohnt sind. Sie berichten im Sinne des Franziskus aus Sicht der Armen und Benachteiligten und zeigen uns damit auch die Folgen unseres Handelns hier im Norden für die Lebenssituation der Menschen im Süden. Sie werben für mehr Gerechtigkeit in einer globalisierten Welt und versuchen die Vision eines neuen Himmels und einer neuen Erde für alle Menschen wach zu halten.
Nicht zuletzt informieren sie die vielen Spender über die konkrete Hilfe zur Selbsthilfe, die mit diesen Spenden geleistet wird. Diese Information und das Werben um weitere Spenden bleiben weiterhin wichtig, denn die vielen sozialen Projekte der Franziskaner finanzieren sich fast ausschließlich aus Spendenmitteln.

