Diakonenweihe in Köln
Bruder Engelbert und Bruder Daniel-Paulus von Bischof Overbeck geweiht
Am 18. Oktober wurden in der ehemaligen Franziskanerkirche St. Ulrich in Köln Bruder Engelbert Petsch und Bruder Daniel-Paulus Züscher von Weihbischof Dr. Franz-Josef Overbeck durch Handauflegen zu Diakonen geweiht. An der Zeremonie nahmen auch die Provinzialminister der bayerischen und kölnischen Franziskanerprovinz, Pater Maximilian Wagner und Pater Franz-Leo Barden teil. Fotos von der Weihe finden Sie hier.
Das geistliche Amt des Diakons zählt zu den ältesten Ämtern der Kirche. Es wird schon in der Apostelgeschichte (Apg. 6, 1-7) erwähnt. Die Diakone unterstützen dort die Apostel in ihrer Sorge um die Armen. Heute gehört zu den Aufgaben des Diakons auch die Verkündigung und die Liturgie. Die Weihe zum Diakon ist in der römisch-katholischen Kirche die erste Stufe des Weihesakramentes vor den Weihen zum Priester und zum Bischof.
In der mit Ordensbrüdern, Ordensschwestern sowie Freunden und Verwandten der Weihekandidaten vollbesetzten Kirche sagte Bischof Overbeck in seiner Predigt über das Amt des Diakons u.a.: „Die Diakone versprechen, die Sorge um die Kranken und Armen, die Hilflosen und Heimatlosen. Sie versprechen, das Evangelium gemäß der kirchlichen Überlieferung zu verkünden und auszulegen und sich täglich Christus enger zu verbinden, dessen Leib und Blut sie austeilen. Hier wird Gott und Welt genau unterschieden und in der Verantwortung wiederum zusammen gebunden. Im Amt der Kirche geht es um die Sorge Christi für die Menschen. Darum ist die Solidarität und Sensibilität für die Armen in allen Formen, die es gibt, so wichtig. Die konkreten Lebensorte unserer Weihekandidaten zeigen dies in der Nähe zu den Obdachlosen, zu den Kindern und den Kranken. Die Welt ist – genau in diesem Sinne - als Welt anzunehmen, zugleich aber mit den Augen Gottes zu lesen, eben mit den Augen des Evangeliums und der Eucharistie, in der sich Christus uns selbst gibt. Das Amt des Diakons zeigt dabei, dass die Kirche durch die Person des Geweihten unverbrüchlich, fern eigener Ideen und Begabungen, in und bei allen Menschen in der Welt ist, da es um Gott geht. Dessen Geheimnis scheint hier auf. In einer Welt und in gesellschaftlichen Zusammenhängen, in denen es heute Vielen sehr schwer wird, verbindliche Verantwortung zu übernehmen, weil es an rechter Unterscheidungsgabe von Gott und Welt mangelt, ist es Dienst der Kirche, dieses zu leben. Der Diakon ist Zeuge dieser Unterscheidungsgabe, die um Gottes willen zum Handeln ruft, weil es um das Heil des Menschen geht.“
Nach dem feierlichen Gottesdienst traf man sich noch zu einem fröhlichen Abendimbiss im Innenhof des ehemaligen Klosters. An Gottesdienst und Fest nahmen auch zahlreiche obdachlose Menschen teil, deren Zentrum die ehemalige Klosterkirche heute ist.
- Links:
- Fotos von der Diakonenweihe finden Sie in unserer Galerie:
- www.franziskaner.de/GALERIE.217.0.html
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