

- Über viele Jahre wurden die Mahlzeiten draußen verteilt.

- Seit Fertigstellung des Saals ...

- ... finden hier über 100 Personen Platz
Wem es im Berliner Stadtteil Pankow am Nötigsten mangelt, um sich auch nur eine warme Mahlzeit am Tag zuzubereiten, der weiß, dass ihm die Türen des Franziskanerklosters seit 1991 offen stehen. Nicht nur Obdachlose nehmen dieses Angebot der Brüder und Schwestern gerne wahr - jeder, der Hilfe sucht, wird aufgenommen. Und weil es meist nicht damit getan ist, den Magen gefüllt zu wissen, sind auch eine Kleiderkammer und eine Hygienestation entstanden. Daneben hat sich die "Suppenküche Franziskanerkloster" mit der Zeit zu einem regelrechten Kommunikationszentrum entwickelt, in dem das persönliche Gespräch einen hohen Stellenwert besitzt, aber auch kompetente Sozialberatung angeboten wird. Konnten jahrelang die Mahlzeiten wegen Platzmangels nur draußen bei "Wind und Wetter" ausgeteilt und zu sich genommen werden, so bietet der im Sommer 2004 fertig gestellte Neubau einen Speisesaal, in dem über 100 Menschen Platz finden. Auch die Kleiderkammer hat an Platz hinzugewonnen.
Warmes Essen auch in Düsseldorf
Wir Franziskaner betreiben neben Berlin-Pankow auch in Düsseldorf eine Suppenküche, die "Klause". Angefangen hat dies Jahrzehnte zuvor über die "klassische" Brotausgabe an Bedürftige über die Klosterpforte. 1996 konnten erstmals eigene, auf dem Klostergelände befindliche Räumlichkeiten für diesen Zweck umgebaut und bezogen werden, wo mittlerweile täglich bis zu zwei Ausgaben von warmen Mahlzeiten erfolgen. Rund 220 Personen nehmen dieses kostenlose Angebot von uns Franziskanern täglich in Anspruch. Ohne die Hilfe der "Düsseldorfer Tafel" und anderer Großspender wäre diese Arbeit nicht zu bewerkstelligen. 2005 wurde zudem der Verein "vision:teilen" ins Leben gerufen, der sich um die Beschaffung von Spendengeldern bemüht, um beispielsweise die dringend erforderlich gewordene Überdachung und Isolierung des Essensbereiches nebst Installation von Hygieneeinheiten zu finanzieren. Auch hier gilt: der Mensch lebt nicht nur vom Brot alleine. Die verantwortlichen Mitbrüder und die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer haben auch stets ein offenes Ohr für die Besucher der "Klause". Seit 2006 bietet die angegliederte Kleiderkammer zudem mehr Platz und Lagermöglichkeiten.

