WAS WIR TUN

Besuch bei den Mitbrüdern im Nordosten Brasiliens

Vor etwa 60 Jahren kamen die ersten deutschen Brüder nach Piauí und Maranhão im Nordosten Brasiliens. Heute zählt die Provinz etwa 80 Mitglieder. Über die „Franziskaner Mission Dortmund“ werden ihre zahlreichen sozialen und pastoralen Projekte auch mit deutschen Spendengeldern unterstützt. Anfang Januar 2011 besuchten Br. Augustinus aus Dortmund und Br. Cornelius aus München die Mitbrüder in der Provinz Bacabal.

In dieser Bilderserie schildert Bruder Cornelius seine Eindrücke von seiner ersten Reise in das südamerikanische Missionsgebiet und zu den Partnerprojekten mit den brasilianischen Mitbrüdern.

Bruderschaft in Mission. So verstehen wir uns als Franziskaner. Anfang Januar 2011 konnten Br. Augustinus aus Dortmund und Br. Cornelius aus München die Mitbrüder im Nordosten Brasiliens besuchen.
Vor etwa 60 Jahren kamen die ersten deutschen Brüder nach Piauí und Maranhão im Nordosten Brasiliens. Heute zählt die Provinz fast etwa 80 Mitglieder. Br. Marcos begleitet die Postulaten, Br. Gilberto die Novizen.
Die Postulanten bei der Küchenarbeit. Ein Jahr lang bereiten sich die jungen Männer auf den Eintritt in den Orden vor.
Gespräch im Noviziatshaus. So unterschiedlich die Situation auch ist, die Novizen in Brasilien stellen sich ähnliche Fragen wie die jungen Brüder in Deutschland.
Jeden Januar treffen sich alle Brüder zu einer Provinzversammlung in ihrem Bildungshaus in Bacabal. Zentrales Thema war dieses Jahr die Sorge um die finanzielle Zukunft ihrer Häuser und Projekte.
Auf der Provinzversammlung wird nicht nur Politik gemacht. Die Brüder freuen sich über das Wiedersehen und erleben Gemeinschaft. Jede Arbeitseinheit beginnt mit einem Lied.
Gruppengespräch während der Provinzversammlung in Bacabal. Jeder Bruder soll seine Meinung äußern und Vorschläge einbringen können.
Am Ende der Provinzversammlung erneuern die Junioren ihre Profess. Der Provinzial, Br. João Muniz, wurde vor vier Jahren gewählt.
Neben dem Bildungshaus leiten die Brüder in Bacabal eine Elementarschule für die Kinder armer Familien. Noch sind Ferien, aber die Lehrerinnen bereiten sich bereits auf das neue Schuljahr vor.
Eine zweite Schule in Trägerschaft der Provinz liegt in São Luís an der Atlantikküste. Zum pädagogischen Programm gehört auch eine Theatergruppe. Dadurch bleiben auch ehemalige Schülerinnen und Schülern mit der Schule in Verbindung.
Gleich hinter der Frei Alberto-Schule in São Luís beginnt ein Armenviertel. Br. Zacarias, der Schulleiter, besucht mit zwei Sozialarbeiterinnen die Familie einer Schülerin.
Gottesdienst mit dem Kollegium der "Frei Alberto-Schule" in São Luís. Lehrerinnen modellieren ein Tongefäß und stellen damit dar, worum es in ihrer pädagogischen Arbeit geht: Menschen gemeinsam im Geist des Evangeliums formen.
Die Gemeindepastoral ist ein großes Tätigkeitsfeld der Brüder im Nordosten Brasiliens. Das Pfarrteam in Lago da Pedra begleitet über 100 Basisgemeinden.
Sonntagsgottesdienst in einer Kapellengemeinde von Lago da Pedra. Nicht nur der Gitarrist und der Schlagzeuger zeigen das junge Gesicht einer jungen Kirche.
Die Gemeinde von Frei Francisco, Pfarrer in São Luís, wächst auf Schutt und Müll. Die Stadt will das Elendsviertel abreißen und hier eine neue große Straße bauen. Wo bleiben die Bewohner?
Frei Francisco im Gespräch mit einigen Gemeindemitgliedern in São Luís. Wie lange noch werden ihre Häuser stehen? Zur Zeit versuchen Pfarrer und Kirchengemeinde gemeinsam mit einer Rechtsanwältin, die Interessen der Bewohner gegenüber der Stadt zu verteidigen.
Die Minderbrüder im Nordosten Brasilien unterstützen mit finanzieller Hilfe aus Deutschland zahlreiche soziale Projekte. Schwester Arli holt in einem Armenviertel am Stadtrand von Teresina jeden Nachmittag Kinder und Jugendliche von der Straße – eine Präventivmaßnahme gegen Drogen, Gewalt und Verwahrlosung.
Nur wenige Schritte trennen Welten: Hinter Müllhalde und Armenviertel die Häuser derer, denen es besser geht. Schwester Arli von der Ordensgemeinschaft der franziskanischen Katechetinnen hat sich entschieden, ihr Leben mit den Kindern der Armen zu verbringen.
Besuch in der Basisgemeinde von Pantenal am Stadtrand von Bacabal. Die Mütter erzählen von Gewalt, Drogen, organisierter Kriminalität und Prostitution in ihrem Viertel. Die Kirche ist spürbar ein Stück Hoffnung für sie und ihre Kinder.
Lorival, mit 25 Jahren glücklich verheirateter Familienvater, leitet die Basisgemeinde von Pantenal. Der Pfarrer kommt zum Gottesdienst und zur Spendung der Sakramente. Auch das ist ein Modell von Kirche.
Die Kinder- und Jugendarbeit in der Basisgemeinde von Pantenal liegt in den Händen von Schwester Carmen, die zur Gemeinschaft der „Armen Schulschwestern“ gehört. Ein Brücke vom Münchner Anger in den Nordosten Brasiliens.
Nach dem Sonntagsgottesdienst in der Basisgemeinde von Pantenal. Sie alle haben beim Gottesdienst aktiv mitgewirkt. Eine Liturgie, die Teil des Lebens ist und Freude macht.
Die Landwirtschaftsschule „Manoel Monteiro“ liegt abseits befestigter Straßen. In der Regenzeit ist sie nur mit dem Motorrad zu erreichen. Auch sie wird mit franziskanischen Spendengeldern aus Deutschland unterstützt.
Im „Schlafsaal“ der Landwirtschaftsschule „Manoel Monteiro“ übernachten während der Schulzeit ca. 40 junge Männer in Hängematten. Der Neubau entsteht in Eigenarbeit und mit Spendengeldern der Franziskaner-Mission in Dortmund.
Nach dem bitterarmen Nordosten öffnet sich in der 11 Millionen-Metropole São Paulo eine völlig andere Welt. Der Gegensatz zwischen Reichen und Armen ist noch stärker spürbar. Br. Valnei koordiniert in der dortigen Franziskanerprovinz die sozialen Projekte der Brüder.
Obdachlosenarbeit im Franziskanerkloster São Paulo. Es gibt nicht nur etwas zu essen. Br. Valnei und sein Team fördern auch politische Bewußtseinsbildung oder geben Tipps zur Gesundheitsvorsorge.
Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Zum Team der Obdachlosenarbeit in São Paulo gehört auch eine Kunstpädagogin. Sie fördert Straßenkunst, begleitet Theaterprojekte oder bringt die Menschen über einen Film ins Gespräch.
Zur Sozialarbeit der Franziskaner in São Paulo gehört die Casa de Clara, ein Treffpunkt für ältere Menschen. Auch diese Arbeit von Br. Valnei und seinem Team wird von den Franziskanern in Deutschland unterstützt.
Auch das eine Initiative der Franziskaner von São Paulo: Menschen von der Straße betreiben einen Second-Hand-Shop und unterstützen damit eigene Projekte.

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Bacabal - Maranhão, Brasilien, Partnerprovinz der deutschen Franziskaner. (Bild Google Earth)