auf dem Schoß eines Franziskaner liegt ein aufgeschlagenes Brevier, aus dem er betet
In der Regel versammeln sich die Brüder dreimal am Tag zum gemeinsamen Gebet.
mehrere Franziskaner um einen Tisch versammelt beim Essen
Die gemeinsamen Mahlzeiten: Sie sind die wichtigen Momente des Austauschs der Brüder untereinander.

Wir werden oft gefragt: "Wie sieht denn euer Tagesablauf aus?" Die Antwort fällt gar nicht so leicht. Den Bruder, der abends für alle zur selben Zeit das Licht ausknipst und uns morgens per Glockenschlag weckt, gibt es nur (noch) im Film. Die Tagesrhythmen der Konvente und der einzelnen Brüder sind ebenso unterschiedlich wie ihre Aufgaben.

So vielfältig und verschieden wir Franziskaner aber auch sind: Als Minderbrüder sind wir keine Individualisten. Gerade weil wir oft alleine beschäftigt oder unterwegs sind, sind uns in unserem Alltag die Zeiten der Begegnung mit Gott und den Mitbrüdern wichtig.

In der Regel dreimal am Tag versammeln wir uns zum gemeinsamen Gottesdienst: Morgens feiern wir in der Klosterkirche oder der Hauskapelle zusammen die "Laudes" (oft in Verbindung mit der Eucharistiefeier), zur Mittagszeit die "Sext", am Abend dann die "Vesper".

Die gemeinsamen Mahlzeiten sind für uns wichtige Momente des Austauschs untereinander und mit den Gästen, die uns stets willkommen sind.

Mindestens einmal in der Woche - an Sonn- und Festtagen - finden wir uns abends beim geselligen Beisammensein - der "Rekreation" - zusammen. Wichtige Entscheidungen beraten wir zusammen auf dem regelmäßigen Hauskapitel.

Zum geistlichen Austausch treffen wir uns zu Schriftgesprächen und Einkehrtagen; einige Gemeinschaften machen auch eine Supervision.

Bildnachweis: © Regina Maria Suchy



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