Die Missionszentrale der Franziskaner wurde im Jahre 1969 von Bruder Andreas Müller gegründet. Sie verfolgte schon damals das Ziel, sich für die Belange der Armen, Benachteiligten und Ausgrenzten zu kümmern. Auch heute noch ist die Missionszentrale ein Hilfswerk, das sich effektiv und nachhaltig für die Würde des Menschen engagiert.

Mit den Spendengeldern werden jährlich etwa 600 humanitäre, ökologische und pastorale Entwicklungsprojekte der ganzen franziskanischen Familie in den Ländern des Südens und des Ostens unterstützt.

Neben dem Hauptsitz in Bonn unterhält die Missionszentrale ein weiteres Büro in Berlin.

Menschliche Entwicklung unterstützen und dauerhaft fördern

Portrait von P. Stephan
Pater Claudius Groß ist Leiter der Missionszentrale

„Als Missionszentrale der Franziskaner sind wir beauftragt, den Dienst der franziskanischen Schwestern und Brüder auf der ganzen Welt für eine menschliche Entwicklung zu unterstützen und dauerhaft zu fördern.“ erläutert Bruder Claudius Groß, der seit 2010 Leiter der Missionszentrale ist. "Egal in welchem Arbeitsbereich der Missionszentrale, ob in den Bereichen Spenderdialog, Verwaltung, Projektbegleitung oder in der Bildungs- und Menschenrechtsarbeit: Es geht immer darum, die Würde des Menschen zu suchen und zu garantieren."

Nachhaltige Projektarbeit und vielfältige Aufgaben

Ansicht eines zweigeschossigen Hauses mit Spitzdach
Das Hauptbüro der Missionszentrale in Bonn-Bad Godesberg

Bei der Projektunterstützung wendet die Missionszentrale strenge Kriterien an. Ganz im Geiste des Heiligen Franz von Assisi müssen diese Projekte von den Betroffenen selbst formuliert und getragen werden. Sie müssen sozial, ökologisch und nachhaltig ausgerichtet sein und die Möglichkeit zur Selbsthilfe stärken. Sie reichen beispielsweise von der Unterstützung von Suppenküchen in Sao Paolo über den Schutz der Mangrovenwälder in den Philippinen bis zur AIDS-Prävention in Afrika. Neben der langfristigen Projektarbeit hilft sie aber auch Menschen bei der Bewältigung akuter Notlagen, die beispielsweise durch Naturkatastrophen ausgelöst werden.

Mit Hilfe der Bildungsarbeit versucht die Missionszentrale der Franziskaner, das Bewusstsein für Frieden, weltweite Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung zu sensibilisieren. Ähnlich wie dem Hl. Franziskus ist ihr die Förderung des interkulturellen und interreligiösen Dialogs wichtig. In der Menschenrechts-arbeit weist die Missionszentrale in Politik und Gesellschaft auf Missstände in der Wahrung von Menschenrechten hin. Der von ihr initiierte "Internationale Freiwilligendienst" ermöglicht es Menschen, die soziale und kulturelle Wirklichkeit auf anderen Kontinenten kennen zu lernen und sie damit zu Botschaftern der Völkerverständigung zu machen.

Die auf Anregung der Missionszentrale gegründete "Bank für Orden und Mission" bietet Menschen die Möglichkeit, ihr Geld nach ethischen und vom Franziskanerorden festgelegten Kriterien anzulegen. Die Gewinne der Bank fließen in gemeinnützige Projekte der Missionszentrale ein. Und um Spendern und Interessierten einen einfachen Zugang zu franziskanischer Literatur und "Fanartikeln" zu verschaffen, hat sie die "Franziskanische Versandbuchhandlung" ins Leben gerufen.

Bruder Claudius fasst zusammen "Wir wollen, dass allen Menschen Frieden und Gutes widerfährt. Daran arbeiten wir unablässig auf der ganzen Welt."


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